Förderverein hofft auf Einsicht der Politik



Offenburger Tageblatt vom 27. Juni 2018:

Bekommt die Uniklinik Freiburg im Kampf gegen den Krebs jetzt ein Gerät für die Protonentherapie oder nicht? Am Freitag will der Aufsichtsrat der Klinik entscheiden. Bernd Rendler vom Förderverein krebskranke Kinder hofft, dass sich im Gremium die Vernunft durchsetzt.

Die Abteilung Strahlenheilkunde an der Universitätsklinik will die sogenannte Protonentherapie in Freiburg etablieren, weil die Strahlenbelastung und Nebenwirkungen nach Ansicht der leitenden Ärzte geringer ausfallen als bei üblichen Therapien. Die Investitionskosten einer entsprechenden Anlage belaufen sich auf rund 30 Millionen Euro. Eine von PriceWaterhouseCooper durchgeführte Analyse bestätigt für ein angestrebtes Leasingprojekt eine hohe Rentabilität. Damit stünde einer Anschaffung des Gerätes nichts mehr im Wege. Allerdings gibt es noch kein grünes Licht aus dem verantwortlichen Wissenschafts- und Finanzministerium. An der Rentabilität des Projektes sollen Zweifel bestehen.

Deshalb ist Bernd Rendler vom Förderverein krebskranker Kinder in großer Sorge. »Wir hätten kein Verständnis dafür, wenn das Projekt im Aufsichtsrat scheitert«, sagte er der Mittelbadischen Presse. »Der renommierten Freiburger Strahlenklinik wird somit die Möglichkeit verbaut, von den im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung vorgesehenen Forschungsgeldern zu profitieren«, sagte Rendler. Bei dieser Ausschreibung können sich nur Krebszentren bewerben, die über eine Protonenanlage verfügen. Der Bund stellt insgesamt eine Milliarde Euro für die Krebsforschung zur Verfügung. »Freiburg läuft also Gefahr, trotz hoher Kompetenz in Zukunft von der internationalen Spitzenmedizin abgehängt zu werden«, betonte Rendler, der in Oberkirch lebt.

Auch die Chancen für ein Wissenschaftsnetzwerk am Oberrhein sei laut Rendler abhängig von der Beschaffung einer Protonenanlage in Freiburg. Auch die beiden Ortenauer Landtagsabgeordneten Willi Stächele und Marion Gentges (beide CDU) rühren die Werbetrommel für das Projekt. Ohne die neue Technologie würden die Chancen für ein Netzwerk mit Frankreich vertan, äußerte sich Stächele.

Besonders für die Betroffenen wäre laut Rendler ein Nein fatal. Die Protonentherapieanlage garantiere gesteigerte Effektivität und minimiere die Folgeschäden signifikant. Schon jetzt können viele krebskranke Kinder in Freiburg nicht mehr bestrahlt werden und werden deshalb nach Heidelberg geschickt. Rendler: »Das ist unzumutbar für Familien. Das kann doch niemand wollen. Ich hoffe jetzt einfach auf die Einsicht der Politik.«

Bild: Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jörg Rüdiger Siewert; Prof. Dr. med. Anca-L. Grosu, Willi Stächele

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