Klassenkasse gespendet


Homeschooling und jede Menge Einschränkungen im Schulalltag. Da war auch für die Klasse 7e der Heimschule Lender nicht viel drin mit außerschulischen Unternehmungen. Auch die Klassenfahrt, für die kräftig gesammelt wurde, musste wegen Corona abgesagt werden. Die Klassenkasse war allerdings schon gut gefüllt. Und weil es die Klasse im neuen Schuljahr so nicht mehr geben wird, gab es dann auch intensive Beratungen darüber, was man nun mit dem Klassenkassengeld anfangen sollte. Eine Idee: 400 Euro sollten für einen guten Zweck gespendet werden. Und der war schnell gefunden. Das Geld sollte an den Förderverein für krebskranke Kinder in Freiburg gehen. „Ich hatte gehört, dass der Verein ein neues Elternhaus bauen möchte und dafür noch Spenden braucht“, erklärte Jana Lorenz, als die Schülerinnen und Schüler wenige Tage vor Beginn der Sommerferien gemeinsam mit Klassenlehrerin Ulrike Keller und Deutschlehrerin Melanie L’Abbate vor der Lender-Sporthalle ihren Spendenscheck an Hans-Peter Vollet, Finanzvorstand des Freiburger Vereins, überreichte.

75 Betten, so erklärte Vollet anschließend, gehörten zu dem Elternhaus, das derzeit auf dem Gelände der Freiburger Uni-Klinik den Eltern an Krebs erkrankter Kinder eine Übernachtungsmöglichkeit biete. „In Freiburg über mehrere Tage oder gar Wochen ein Domizil zu finden, das ist fast unmöglich“, erklärte das Vorstandsmitglied des Fördervereins. „Bei uns wohnen die Eltern kostenlos, und 15.50 Euro pro Übernachtung bekommen wir von den Krankenkassen zurückgezahlt.“ Dennoch bliebe natürlich ein riesiger Geldbedarf, um diese so wichtige Hilfe überhaupt anbieten zu können. „Denn jeden Monat haben wir 1.700 bis 2.000 Übernachtungen. Das ist eine Auslastung von 90 Prozent“, so Vollet. „Wir freuen uns, dass die Eltern das nutzen. Wir wären aber auch froh, wenn wir das überhaupt nicht bräuchten.“

350 Euro im Monat könnten hilfsbedürftige Familien zusätzlich noch über einen speziellen Sozialfonds erhalten, der vom Förderverein zur Verfügung gestellt werde, erklärte Hans-Peter Vollet ein weiteres Engagement des Vereins, für den es deshalb sehr wichtig wäre, Monat für Monat möglichst viele Geldspenden zu erhalten. „Das fließt alles in unsere Arbeit.“ Der schlimmste Fall, für den der Verein eintrete, sei ein Zuschuss für Beerdigungen.

Etwas mehr als 2.400 Mitglieder seien derzeit im Förderverein für krebskranke Kinder organisiert. „Davon ist aber nur ein kleiner Teil von 32 Mitgliedern wirklich aktiv. Die anderen sind passive Mitglieder, die mit ihren Beiträgen und Spenden eine ordentliche Förderung finanzieren können“, erklärte Vollet, der den Schülern dann auch noch weitere tiefe Einblicke in die Finanzen des so wertvollen Vereins offenbarte. Vier Millionen Euro – das sei das derzeitige Bilanzvolumen des Vereins an Ein- und Ausgaben. „Das zeigt, wie gut wir ausgelastet sind.“

Die Herausforderungen der Zukunft sind für den kleinen Förderverein dennoch eine gewaltige Aufgabe, die es nun zu bewältigen gilt. 14 Millionen Euro wird alleine das neue Elternhaus kosten, das seit 2015 in Planung ist und bis Weihnachten 2022 fertiggestellt werden soll. „Wir sind jetzt schon im dritten Obergeschoss angelangt“, informierte Vorstandsmitglied Vollet. Anfang 2023 wolle man dann in das neue Haus umziehen, das deutlich größer und auch moderner werden wird – komplett finanziert durch Spenden. „Staatliche Zuschüsse bekommen wir nicht. Alles wird über Beiträge, Spenden oder auch Erbschaften bezahlt“, erklärte Vollet. Und so werde auch die Spende der 7e ihren Platz im neuen Gebäude finden.

DANKE für die tolle Spende liebe Schülerinnen und Schüler der 7e!

Sasbach, 15.09.2021

Text: Heimschule Lender, Sasbach

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