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"Don't worry - beach happy"
ZurückAnfang August machte sich die Geschwisterinsel mit 21 Geschwistern im Alter zwischen 8 und 15 Jahren auf den Weg nach Rantum auf die wunderschöne Insel Sylt. Unter dem Motto: "Don't Worry, Beach happy" begann ein spannendes Abenteuer, mit zunächst etwas Aufregung im Zug, dann aber Meeresrauschen im Ohr, Füße im Sand, Muscheln in der Hand, Sprung ins Meer, kreative Stunden und viel Austausch über das, was war, was ist und was kommt.
Denn was diese Kinder und Jugendliche alle verbindet: ihre Geschwister waren oder sind schwer erkrankt. Eine solche Diagnose stellt das Leben der ganzen Familie auf den Kopf. Nichts ist mehr, wie es vorher war und vieles bleibt auch anders, selbst wenn es dem erkrankten Kind wieder besser geht.
Die Erkrankung hat auch das Leben der Geschwister geprägt. Zurück in einen „normalen“ Alltag und dabei den Erwartungen Außenstehender gerecht zu werden, ist alles andere als einfach. Da sind Ängste, viele Gedanken und Fragen, mit denen sich die Kinder und Jugendlichen beschäftigen.
Deshalb ging es bei dieser Freizeit nicht nur darum, wärmende Sonnenstrahlen einzufangen und Kraftquellen für den Alltag zu finden, sondern auch Raum zu geben für den Austausch mit Gleichgesinnten, die wissen, wie es sich anfühlt, Geschwisterkind in so einer Situation zu sein. Manchmal reichte einfach ein Wort oder ein verständnisvoller Blick und alles war gesagt. Rituale, wie eine tägliche Phantasiereise zum Einschlafen oder der abendliche Spaziergang wurden so zum festen Bestandteil der Freizeit. Und doch brauchte es auch immer wieder Spontanität und Einfühlungsvermögen.
Neben den täglichen morgendlichen Austauschrunden zum Wachwerden, bei denen verschiedene pädagogische Methoden zum Einsatz kamen, wie zum Beispiel: „Wie bin ich heute da?“ oder „Worauf freue ich mich heute am meisten?“, „Welche Postkarte spiegelt für mich den Sommer und die Leichtigkeit wider?“, durfte natürlich auch der Spaß am Meer nicht zu kurz kommen.
Mutig ging es hinein in die Wellen der Nordsee und auf Muschelsuche. Kreative Sommertattoos und eine Runde UNO im Sand durften natürlich auch nicht fehlen. Es waren viele leichte und fröhliche Momente am Strand. Und weil Mitbringsel auch ganz wichtig sind, wurde danach überall Ausschau gehalten, ob am Strand oder beim Shopping in Westerland.
Ein besonderes Highlight war das intuitive Bogenschießen. Es ging darum, sich zu besinnen, ganz im Hier und Jetzt zu sein, zu entschleunigen und sich neu zu sortieren – und das alles mit ganz viel Spaß dabei!
Und wenn man an der Nordsee ist, darf eine Wattwanderung natürlich nicht fehlen, denkt man als Erwachsener. Doch die Kids hörte man erstmal sagen: „Iiiiiiiih, wie klitschig und matschig!" oder "Was ist unter dem Matsch?“ Doch schon bald siegte die Neugier und für die meisten konnte es dann gar nicht matschig genug sein.
Beim gemeinsamen Kreativsein entstanden auch immer wieder schöne Augenblicke, die ganz bestimmt in Erinnerung bleiben werden. In selbst gestalteten Büchern sammelten die Kinder und Jugendlichen über die Woche hinweg ihre „Marmeladenglasmomente“. Kleine Surfbretter wurden bunt bemalt, Bernsteinanhänger geschliffen und Sonnenfänger gebastelt, um die Sonnenstrahlen der Insel mit nach Hause zu nehmen.
Schneller als gedacht ging eine intensive Woche mit bunten Abenteuern und vielen Emotionen zu Ende. Der Koffer ist voller Sand, schönen Erinnerungen und kraftspendenden Mitbringsel, Mutmacher to go und Leuchttürmen mit kleinen persönlichen Nachrichten. Es wurden auch neue Freundschaften geknüpft und deshalb fiel der Abschied ganz schön schwer. Zum Abschied brauchte es nochmal eine Umarmung und ein "bis bald".
Ein herzliches Dankeschön geht an die Firma Haas Nutzungsfahrzeuge GmbH und die Romiusstiftung. Dank ihrer finanziellen Unterstützung wurde diese Reise zu einem besonderen Erlebnis, das die Kinder und Jugendlichen noch lange begleiten wird.
Vielen lieben Dank!
Das Team der Geschwisterinsel
Sylt/Freiburg, im September 2026